Tierheilpraktikerin Gabriele Jansen



  
 

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Phythotherapie

Phytotherapie (=Pflanzenheilkunde) bezeichnet die Heilung mithilfe von Kräutern. Sie zählt zu den ältesten Therapiemethoden der Welt. Die verschiedenen therapeutischen Inhaltsstoffe der Pflanzen werden schon seit Jahrhunderten in fast jeder Kultur der Welt genutzt. Die Pflanzen werden dazu beispielsweise als Tee, Saft, Tinktur, Pulver oder Extrakt aufgenommen. Dabei werden je nach Bedarf verschiedene Pflanzenteile genutzt. Natürlich bewirkt die Phytotherapeutika nicht schon deshalb Wunder weil sie aus der Natur kommt, jedoch wirkt sie deutlich weniger aggressiv als die moderne Schulmedizin und hat deshalb weniger Nebenwirkungen. Obwohl beide Methoden oft verwechselt werden, darf die Phytotherapie nicht mit der Homöopathie gleichgesetzt werden. Beide funktionieren auf eine andere Art und Weise.

Der älteste schriftliche Beweis für eine pflanzliche Therapie stellt eine Tafel aus dem persischen Golf dar, auf der schon vor ca. 6000 Jahren Pflanzen als medizinisches Mittel beschrieben wurden. Auch der berühmte Hippokrates, auf den Ärzte noch heute ihren Eid schwören, bediente sich um 500 v. Chr. Pflanzen als Heilmethode. Der erste Arzt, der verschiedene Kräuter für einzelne Krankheiten zusammenstellt, war ebenfalls ein Grieche: Galen (129-201)

Vom Ende des ersten Jahrtausends bis zur Reformation im 16. Jahrhundert waren Klöster Ursprung und Mittelpunkt allen Wissens, so auch der Heilkunst und in den Klostergärten wurden die verschiedenen Heilpflanzen sorgfältig gepflegt. Berühmtheit erlangte hier Hildegard von Bingen (1098-1179).

Der Begriff "Phytotherapie" stammt von dem Franzosen Henri Leclerc, der die Methode in seinem Werk "Précis de Phytothérapie" beschreibt, indem er die europäische Version der Pflanzenheilkunde erläuterte. Neben dieser unterscheidet man noch zwischen einer Vielzahl andere Phytotherapien, die je von die klimatischen und geografischen Umstände eines Landes abhängig sind, da diese die Fauna stark  beeinflussen kann. 

In der Phytotherapie gilt das Prinzip "Weniger ist mehr": Anders als landläufig angenommen, ist es uneffektiv viele verschiedene Kräuter zu verwenden, da hierbei die Gefahr besteht, dass sich verschiedene Inhaltsstoffe gegenseitig aufheben oder dem Körper mehr Anregungen gegeben wird, als er verarbeiten kann. Es empfiehlt sich hierbei vielmehr gezielt Kräuter zusammen zu stellen, die sich auf das jeweilige Leiden fokussieren. Der Einsatz von Phytotherapie erfordert daher eine tiefe Kenntnis der einzelnen Gewächse und ihrer Wirkung, was heute oftmals unterschätzt wird. 

Ich bediene mich eines Sortimentes aus über 200 Kräutern, aus verschiedenen Teilen der Welt, hauptsächlich aus Mitteleuropa und kombiniere diese je nach Bedarf. Dabei stelle ich die Kräuter individuell zusammen um konkret auf den jeweiligen Fall eingehen zu können und somit dem Effekt zu entgehen, dass zu viele Kräuter ohne Fokussierung verabreicht werden, wie es oft bei fertigen Kräutermischungen vorkommen kann.

Gerne erstelle erstelle ich auch Kräutermischungen passend zu bereits bestehenden Blutbildern.